Hier gehts zur Pressemitteilung vom 24.06.2026.

PRESSEMITTEILUNG (PDF-Version)
Kiel, den 24. Juni 2026
MUDDI Markt e.V. stellt klar: Es gibt kein Verbot von Fußballtrikots auf
der Fläche
Im Zusammenhang mit einem Vorfall auf dem MUDDI Markt während der Kieler Woche möchten
wir als gemeinnütziger Verein MUDDI Markt e.V. den Sachverhalt klarstellen.
Auf unserer Fläche sind aus sicherheitsrelevanten Gründen keine großen Fahnen oder Flaggen
zugelassen. Lange Fahnenstangen sind sperrige Gegenstände, die auf Großveranstaltungen ein
Verletzungsrisiko darstellen können. Zudem besteht die Gefahr, dass sie sich in den zahlreichen
über dem Gelände gespannten Lichterketten verfangen und diese beschädigen oder herunter-
reißen.
Am Samstag kam es rund um das Fußballspiel der deutschen Männer-Nationalmannschaft zu
einem Missverständnis in der Kommunikation zwischen den verantwortlichen Personen vor Ort
und dem Sicherheitsdienst. Es liegt nahe, dass die Regelung „keine Flaggen auf dem Gelände“
durch eine fehlerhafte Weitergabe von Informationen fälschlicherweise auch auf Trikots mit Na-
tionalflaggen bezogen wurde. Fußballtrikots aller Nationen sind auf unserer Fläche jedoch kei-
neswegs verboten.
Diesen internen Kommunikationsfehler bedauern wir sehr und haben ihn unmittelbar korrigiert,
nachdem uns die Kritik erreicht hatte.
Die Beschwerde der Besucherin, über deren Aussagen die Kieler Nachrichten am 23.06.2026
berichteten, erreichte den MUDDI Markt am Sonntagabend über das Kieler Woche Büro. Bereits
am Montag haben wir die betreffende Person direkt kontaktiert, den Sachverhalt aufgeklärt und
uns für die Situation entschuldigt. Darüber hinaus haben wir sie als versöhnende Geste erneut
auf unsere Fläche und zu Freigetränken bei uns eingeladen.
Entgegen kursierender Darstellungen hat sich der MUDDI Markt e.V. somit unmittelbar um den
Vorfall gekümmert. Wir nehmen konstruktive Kritik in unserer gemeinnützigen Arbeit stets ernst.
Seit der Berichterstattung erreicht uns eine massive Anzahl an Hasskommentaren auf Face-
book, Instagram und anderen Internetauftritten sowohl an uns als Verein gerichtet als auch an
einzelne unserer ehrenamtlichen Mitglieder. Wir sind schockiert über diese Reaktionen über ei-
nen Vorfall, auf den wir innerhalb kürzester Zeit und ohne medialen Druck reagiert haben.
Wer den MUDDI Markt besucht – ob im Fußballtrikot, Festival-Outfit oder Alltagskleidung – ist
selbstverständlich willkommen. Einen allgemeinen Dresscode gibt es auf dem MUDDI Markt
nicht. Eine Grenze ziehen wir ausschließlich bei Kleidung mit diskriminierenden, rassistischen,
menschenfeindlichen, gewaltverherrlichenden oder verfassungsfeindlichen Symbolen und Bot-
schaften. Dies entspricht unserem Selbstverständnis als offener und demokratischer Veranstal-
tungsort.
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Der MUDDI Markt wird seit über zwölf Jahren vollständig ehrenamtlich organisiert und versteht
sich als offener Ort für Begegnung, Austausch und demokratisches Miteinander. Aus einem klei-
nen Projekt ist in dieser Zeit ein großes Kulturareal auf der Kieler Woche geworden, das jedes
Jahr von zahlreichen Ehrenamtlichen getragen wird.
Das Programm umfasst Konzerte, Workshops, Kinderangebote, Initiativen aus der Zivilgesell-
schaft sowie vielfältige Angebote aus den Bereichen Kultur, Nachhaltigkeit und gesellschaftli-
ches Engagement. In diesem Jahr zeigt der MUDDI Markt an seinen Bauzaunbannern zudem eine
frei zugängliche Open-Air-Ausstellung zur Geschichte der Demokratie, von der durch die Bundes-
regierung geförderten „Stiftung Orte der deutschen Demokratiegeschichte” (Link). Damit möch-
ten wir Besucher*innen dazu einladen, sich im Rahmen der Kieler Woche mit demokratischen
Entwicklungen und gesellschaftlichem Engagement auseinanderzusetzen.
„Wir wünschen uns, dass die öffentliche Wahrnehmung des MUDDI Markts nicht allein durch
einen einzelnen Kommunikationsfehler geprägt wird. Der MUDDI Markt e.V. steht seit vielen Jah-
ren für ehrenamtliches Engagement, kulturelle Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt“,
so der Verein.